Mekong

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Krimi

Ist das der Mekong
Eine Flussreise mit Bildern und
Gedankensprüngen

Mit farbigen Zeichnungen von Uli Trostowitsch
ISBN 978-3-942974-28-8
1. Auflage, 102 Seiten
2013 edition dpe, Erkrath

Morgennebel lichten sich. Mönche in orangefarbenen Kleidern ziehen am Ufer des Mekong entlang, der Mutter aller Gewässer. Auf einer Sandbank sieben Frauen Kieselsteine, um Gold zu finden. Der alte Fischer mault, weil er Fisch vermisst. Dann und wann stampfen Schiffe gegen die Strömung an.

Von dort zur Wupper – it takes ages. Oder auch nicht. Vielleicht ist es auch gedanklich nur ein Katzensprung. Assoziationsketten hin zu Obdachlosen, Drogenvögeln und Entenfütterern, die am Ufer Brotkrumen ins Wasser werfen.

Sicher: Der Mekong ist ungleich spannender. An der Wupper gibt es keine Bootsrennen. Keine Opiumraucher sitzen an den Hügeln und nirgendwo Mönche, die sich zum Neujahrsfest gegenseitig aus Kunststoffwassergewehren beschießen, während sich drüben im Hauseingang ein junger Transvestit als Transvestit versucht. Gleichwie: der Mekong wird weiter fließen, an all den Erinnerungen vorbei, bis er irgendwann, bildhaft verwässert, doch in die Wupper gelangt. Und womöglich wird dort auch der schwarzglänzende Rücken eines Wasserbüffels auftauchen.

So schaffen die fließenden Wechsel zwischen den Wassern Freiheiten. Der Mekong kann machen, was er will, Maler und Schreiber ebenso. Frei von jeglichen Begradigungen, frei von Klischees.

Rubin

Hörproben

 

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